Eine Expeditions-Seereise in die Antarktis bedeutet weit mehr als nur an Deck zu sitzen und atemberaubende Landschaften zu bewundern. Jeden Tag berät das Expeditionsteam welche Anlandungsstellen ideal sind für die Aktivitäten des Teams und der Gäste. Was Sie alles in der Antarktis unternehmen können und wie Sie während der Reise ganz einfach wissenschaftliche Forschungsprojekte unterstützen können, erfahren Sie auf den nächsten Seiten. Lassen Sie sich überraschen. Seien Sie offen und kommen Sie mit uns auf die nächste Entdeckungsreise.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der Expeditions-Reederei Hurtigruten Group entstanden. TCTT/Ultra Collection ist offizieller Prioritätspartner von Hurigruten Group.

Die Antarktis hat vielleicht keine dauerhaften menschlichen Bewohner, doch dafür gibt es hier etwa 235 Tierarten. Lassen Sie uns fünf von ihnen genauer betrachten, die Ihnen auf Ihrer Reise in die Antarktis vermutlich begegnen werden.

Königspinguine – Gentleman mit Frack

Die stattlichen Königspinguine sind die zweitgrößte Pinguinart nach dem Kaiserpinguin. Optisch sehen sie sich sehr ähnlich mit ihrem „Frack“ und der stolzen Haltung. Allerdings bevorzugen die beiden Pinguinarten verschiedeneLebensräume. Während der Kaiserpinguin im Süden der Antarktis brütet, mag der Königspinguin es lieber etwas wärmer. Große Kolonien von Königspinguinen versammeln sich in der Subantarktisch zum Brüten.

Vorallem auf Südgeorgien, aber auch auf den Falklandinseln und dem südamerikanischen Festland. Erwachsene Königspinguine sind fast einen Meter groß und man erkennt sie leicht an ihrem leuchtend gelben Gefieder um Kopf und Hals, den gelb-orangenen Unterseiten ihrer Schnäbel und ihren grauen (statt schwarzen) „Mänteln“. Zu Beginn der Antarktis Saison (Mitte Oktober) können Sie die beinahe ausgewachsenen Küken auf den subantarktischen Inseln sehen. Die flauschigen braunen Küken werden nun langsam flügge und beginnen, ihr Babygefieder abzuwerfen. Teilweise sehen sie daher etwas zerupft aus.

Gegen Ende der Reisesaison (ab Mitte Januar) schlüpft dann die nächste Generation an Königspinguinen.

Seeleoparden

Seeleoparden sind Einzelgänger. Daher sieht man sie für gewöhnlich allein auf dem Packeis liegen. Zusammen mit Orcas gehören Seeleoparden zu den gefährlichsten Raubtieren der Antarktis. Mit ihrem schlanken Körper und ihren langen Brustflossen erreichen Seeleoparden im Wasser eine Geschwindigkeit von bis zu 37 Stundenkilometern. Falls Sie so eine Robbe gähnen sehen, achten Sie auf ihren unglaublichen Kiefer mit den extrem langen Eckzähnen und den spitzen Backenzähnen. Dieser große Kiefer erfüllt gleich einen doppelten Zweck: Zum einen ermöglicht er es, große Mengen von Krill aus dem Wasser aufzusammeln, zum anderen erweist er sich als äußerst nützlich bei der Jagd. Seeleoparden fressen fast alles – dazu gehören Pinguine, junge Robben, Fische, Krabben und Tintenfische.

Seeleoparden werden bis zu 3,5 Meter lang und sind damit die zweitgrößte der antarktischen Robbenarten. Ihren Namen verdanken sie dem gefleckten Muster auf ihrem Fell. Weil sie so viel Zeit allein und unter Wasser verbringen, ist es Wissenschaftlern und Forschern bis heute nicht gelungen, ihr Verhalten im Bezug auf Migration und Fortpflanzung genau zu erforschen. Bekannt ist jedoch, dass ihr Verbreitungsgebiet einen riesigen Teil des Ozeans umfasst – ein Seeleopard wurde beispielsweise auf Heron Island am südlichen Rand des australischen Great Barrier Reef gefunden.

Orcas – Könige der Meere

Beim Überqueren des Weddellmeeres an Bord eines Hurtigruten Expeditionsschiffs werden Sie an Deck möglicherweise von einer Gruppe riesiger dreieckiger Rückenflossen begrüßt – Schwertwale, die sich nähern, um nach dem Rechten zu sehen. Etwa die Hälfte der weltweiten Orca-Population, deren Zahl auf insgesamt etwa 50.000 geschätzt wird, lebt in antarktischen Gewässern. Diese Säugetiere sind außergewöhnliche Lebewesen. Orcas leben so lange wie ein Mensch und wandern in großen Familien umher, die von einer Matriarchin geführt werden.

Jeweils miteinander verwandte Wale verständigen sich in ihrer eigenen Sprache mit Klicklauten, Pfeiftönen und Rufen, die einem bestimmten Dialekt entsprechen. Es wird angenommen, dass Schwertwalkälber bereits mit der Fähigkeit geboren werden, mit ihren Müttern zu kommunizieren. Gruppen von Schwertwalen können aus bis zu 40 Säugetieren bestehen, die wie Wölfe in Form von Rudeln auf die Jagd gehen. Ihre Zusammenarbeit bei der Jagd auf Robben und Pinguine zu beobachten ist ein beeindruckendes Erlebnis!

Albatrosse – Von den Schwingen getragen

Wenn man in antarktischen Gewässern unterwegs ist, kann man diese Tiere nicht verfehlen. Die Spannweite des Wanderalbatrosses kann bis zu 3,5 Meter betragen. Er ist der größte Vogel der Welt. Albatrosse lieben es, Schiffen zu folgen, denn es könnte sich ja um ein Fischereifahrzeug handeln, das Nebenprodukte entsorgt. Ihre großen Flügel haben sie nicht ohne Grund. Sie ermöglichen es dem Albatros, über den Ozean zu gleiten, indem er den Wind nutzt, um an Höhe zu gewinnen, und die Energie dieser gewonnenen Höhe, um wieder nach unten zu schießen, ohne dabei auch nur einen einzigen Flügelschlag machen zu müssen.

Auf diese Weise können die Vögel mit geringem Aufwand Hunderte von Kilometern pro Tag fliegen und ohne Probleme große Entfernungen zurücklegen, beispielsweise von den antarktischen Gewässern bis nach Uruguay und Südbrasilien. Wanderalbatrosse verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft und landen nur zum Brüten auf festem Boden. Sie sind monogom, können bis zu 60 Jahre alt werden, und ziehen alle paar Jahre ein einzelnes Küken auf.

Blauwale – Die Riesen der Meere

Wenn Sie noch immer nicht von den unglaublichen Möglichkeiten der Wildtierbeobachtung während einer Expedition in die Antarktis überzeugt sind, dann sollte dies spätestens bei diesem grandiosen Tier der Fall sein. Der Blauwal ist das größte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat. Er wird bis zu 30 Meter lang und mehr als 170 Tonnen schwer. Und es gibt positive Nachrichten zu diesem riesigen Meeressäuger. Fast hundert Jahre nachdem man glaubte, dass er fast ausgestorben sei, ist der Blauwal in die Gewässer vor Südgeorgien zurückgekehrt – die einstmals ein Zentrum des industriellen Walfangs waren, bis dies in den 1960er Jahren schließlich verboten wurde.

Zwischen 1998 und 2018 entdeckten Forscher dort nur einen einzigen Wal, aber eine Untersuchung im Jahr 2020 zeigte, dass hier Dutzende dieser Tiere leben. Blauwale nehmen etwa 50 Tonnen Wasser und Krill – das einzige, wovon sie sich ernähren – in einem Schluck auf, filtern die winzigen Krebstiere heraus und stoßen das Wasser wieder aus. Diese Nahrungsquelle ist vor allem im Spätsommer der südlichen Hemisphäre, also von Januar bis März, in den Gewässern der Antarktis reichlich vorhanden. Deshalb ist dies die beste Zeit für eine Antarktis-Expedition, wenn Sie die blauen Riesen sehen möchten.

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